miércoles, 8 de abril de 2020

NLP UND LERNEN

Sinneskanäle und lebendiges Lernen

Wie kommt es, dass Schüler sich nur stockend in einer Fremd­spra­che aus­drü­cken kön­nen, die sie seit Jah­ren in der Schule ler­nen – obwohl sie per­fekt dekli­nie­ren kön­nen, das Plus­quam­per­fekt ken­nen und wis­sen, was „Ich würde gegan­gen sein; ich hätte gehen könn­en“ in dieser Spra­che heißt? Wie kommt es, dass es meis­tens schwie­rig ist, eine Spra­che aus Büchern zu lernen?
Was fehlt, ist die eigene Sinneserfahrung!NLP Gehirngerechtes Lernen
Je mehr Sinne am Lernen beteiligt sind,
* desto reicher und lebendiger ist das Erleben
* desto besser ist das Gelernte verankert
* desto größer sind die Möglichkeiten, es abzurufen.
Ein Beispiel:
Als ich 1989 meine NLP-Trainer­ausbil­dung absol­vierte (auf Englisch), sag­ten die ame­ri­ka­ni­schen Aus­bil­der nach mei­ner ers­ten Prä­sen­ta­tion, mein Eng­lisch sei zu schlecht und zu lang­sam. Und da der Kurs unter dem Motto stand: „Wenn du NLP-Trainer sein willst, kannst du jedes Feed­back ver­ar­bei­ten und bis zur nächs­ten Prä­sen­ta­tion inte­gri­eren“. Das hieß in mei­nem Fall: „Ver­bes­sere dein Eng­lisch bis mor­gen“ – wo meine nächste Prä­sen­ta­tion angesetzt war!
Ich setzte mich also mit einer ame­ri­ka­ni­schen Freun­din, die auch am Kurs teil­nahm, zusam­men, und sie führte mich durch eine Fan­ta­sie: „Stell dir vor, du bist in Ame­ri­ka gebo­ren und wächst dort auf. Dein ers­tes Wort ist Mama, und du lernst immer mehr Wör­ter … Du siehst zum Bei­spiel the chair und the table, und da ist your pillow, aber wenn du nach oben schaust, weißt du noch nicht, dass man das the ceiling nennt. Und das macht über­haupt nichts, denn du zeigst ein­fach darauf und sagst that oder there dazu. Du kannst dich aus­drü­cken, und du freust dich über jedes neue Wort, das du sagst. Alle Wör­ter lernst du ganz von selbst, und jeden Tag werden es mehr …“ (Natür­lich war die ganze Fan­ta­sie­reise auf Eng­lisch, nicht nur die ein­zel­nen Wörter).
Und so wuchs ich in der Fanta­sie als Ame­ri­ka­ner auf und wurde erwach­sen, bis zu mei­nem aktu­el­len Alter. Ich lernte wie ein Klein­kind, das heißt: Ich über­trug die Leich­tig­keit, mit der ich als Kind Deutsch gelernt hatte, auf das Erler­nen der eng­lis­chen Sprache.
In der nächsten Prä­sen­ta­tion sprach ich viel flüs­si­geres – und viel einfacheres – Englisch, weil ich nicht mehr erst auf deutsch dachte und dann ver­suchte, das ins Eng­li­sche zu über­set­zen (wodurch ich oft ins Sto­cken gekom­men war, weil mir das eng­li­sche Wort fehlte). Statt­des­sen dachte ich auf Eng­lisch (was viel schnel­ler ging, weil ich nicht noch auf die Über­set­zung war­ten musste). Also dachte ich nur in Wör­tern, die ich auf Eng­lisch kannte, und kam nicht mehr in die „Wie-heißt-das-doch-gleich“-Verlegen­heit. Mein Wort­schatz war etwa der eines 6-jähri­gen eng­li­schen Kindes (plus ein paar Fach­be­griffe), aber das reichte völlig aus!
In der Fantasie hatte ich gefühlt, wie hard der table und wie soft das pillow war – ich hatte meine Kind­heits­er­fah­run­gen in allen Sin­nen noch ei­nmal auf Eng­lisch erlebt: Den Duft der flowers und den Geschmack von chocolate, die Wärme der sun und das Zwit­schern der birds, mein eige­nes Bild im mirror … All das war jetzt mein eige­nes Erle­ben, meine eigene Sin­nes­er­fah­rung ebenso auf Eng­lisch wie auf Deutsch. Wo vor­her der ein­zige Bezug gewe­sen war: „Dog“ in der lin­ken Spalte des Buches – „Hund“ in der rech­ten Spalte des Buches, bedeu­tete dog jetzt den Anblick eines Hun­des, sein Bel­len, das Gefühl und den Geruch sei­nes Fells: Das Wort wurde mit Erle­ben erfüllt und verbunden!

Anker

Wir erleben in unseren fünf Sinnen: Hören, Sehen, Fühlen, Riec­hen und Schme­cken. Auch unsere Erin­ne­run­gen sind in die­sen Sin­nes­ka­nä­len gespeichert.
Angenommen, im Radio läuft ein Lied, das Sie im Urlaub gehört haben – dann kann dieses Lied Sie wie­der in Urlaubs­stim­mung ver­set­zen: Es lässt die Erin­ne­run­gen wie­der leben­dig wer­den. Vor Ihrem geis­ti­gen Auge erscheint zum Bei­spiel der Anblick des blauen Him­mels und des Mee­res, und Sie hören wie­der den Klang der Wel­len und fremde Sprach­fet­zen, Sie rie­chen den Geruch von Salz und Tang und Son­nen­öl, füh­len die Wärme des San­des und der Luft … All diese Sin­nes­ein­drücke, diese Kom­po­nen­ten, die mit der Erin­ne­rung ver­bunden – verankert – sind, wer­den durch das Lied im Radio wie­der leben­dig. „Anker“ bedeu­tet im NLP: Jedes Ele­ment einer Erfah­rung kann die Erfah­rung in ihrer Gesamt­heit wie­der hervorrufen.
Wenn Sie jeman­dem begegn­en, der das­selbe Par­füm oder Rasier­was­ser benutzt wie Ihre ver­flos­sene Liebe, dann wer­den Sie unwill­kür­lich an die Zeit mit die­sem Men­schen zurück­den­ken; viel­leicht kommt ein Gefühl von Weh­mut (oder Erleich­te­rung) in Ihnen auf – und das, obwohl Ihnen der Aus­lö­ser (das Par­füm) gar nicht bewusst werden muss.
Dieses Element – den Duft – nennen wir Anker, weil es einen gean­ker­ten Zustand her­vor­ruft. Ein Wort mit ähn­li­cher Bedeu­tung wäre „Konditionierung“.
Wenn Sie jetzt an das Wort „Ler­nen“ den­ken: Welche Erin­ne­run­gen, wel­che Gefühle werden in Ihnen wach?
Für die meisten Menschen ist „Ler­nen“ ein Anker für die Emp­fin­dung, über ein Buch gebeugt zu sit­zen (obwohl man lie­ber spie­len würde); ein Anker für Mühe, Druck, Über­win­dung, Müdig­keit, Kon­zen­tra­tions­stö­run­gen und Prü­fungs­angst. Kurz gesagt: Die meis­ten Men­schen den­ken beim Wort „Ler­nen“ an ihre Schulzeit.

Konzentration und Motivation

Ich arbeite manchmal mit Kindern, bei denen ADS (Auf­merk­sam­keits-Defizit-Syn­drom) dia­gnos­ti­ziert wurde: „Das Kind kann sich ein­fach nicht kon­zent­rie­ren“. Und doch erlebe ich immer wieder, dass das Kind sich stun­den­lang auf ein Video­spiel kon­zen­triert, stun­den­lang wie gebannt auf den Fern­se­her schaut und alle Werbe­texte mit­spre­chen, alle Titel­songs mit­sin­gen kann – das­selbe Kind, das sich angeb­lich nicht kon­zen­trie­ren und kein Gedicht aus­wen­dig lernen kann!
Das Kind hat nur keine Lust auf Unter­richt, keine Moti­va­tion und kein Inte­resse am Pau­ken, kei­nen Spaß an der Schule. Es will Bil­der, Geschich­ten, Abwechs­lung, span­nende Unterhaltung.
Wenn es nicht muss, dann kann es, darf es. Dann lernt es ganz von selbst.

Positive Emotionen

Lernen geschieht von selbst, wenn es mit Neu­gier, Inte­resse und Leich­tig­keit asso­zi­iert wird. Wenn es viele und schnelle Erfolgs­er­leb­nisse gibt, dann macht es Spaß.
Als Vorschul­kinder haben wir erlebt: Lernen ist Spie­len, Spie­len ist Lernen!

NLP

NLP (Neuro-Linguis­ti­sches Pro­gram­mie­ren) bietet effi­zi­ente Mög­lich­kei­ten, nega­tive Asso­zi­a­tio­nen vom Ler­nen abzu­kop­peln und ein­schrän­kende Über­zeu­gun­gen zu ent­kräf­ten („ich bin ein­fach zu dumm“, „ich habe ADS“, „Mathe liegt mir nicht“).
Solche inneren Kommen­tare und Vor­stel­lun­gen prä­gen unser Erle­ben: Sie steu­ern unsere Gefühle und damit unser Ver­halten. Wenn wir diese “Neuro-Linguis­ti­schen Pro­gramme” erken­nen und ver­än­dern, können wir uns an unse­ren Erfol­gen orien­tie­ren: Wir kön­nen posi­tive Lern­erfah­run­gen in allen Sinn­en wecken, ankern (z.B. mit einer Berüh­rung, einer Geste oder einer Kör­per­hal­tung) und auf das Lern­ge­biet übertragen.

Zusammenfassung

Je sinnlicher das Lernen ist – je mehr Sinne daran betei­ligt sind, desto mehr ist es ver­an­kert und desto leich­ter ist es abzu­ru­fen.
Wenn Ler­nen mit einer Hal­tung von Neu­gier, Spaß, Span­nung und Ent­span­nung ver­bun­den wird, dann geschieht es ganz von selbst – so leicht wie ein Kind ein neues Spiel lernt.
NLP bietet die Werk­zeuge, den ange­bo­re­nen Spaß am Ler­nen wie­der zu ent­decken, und den gedank­li­chen Müll, mit dem er über­la­gert wurde, zu ent­sor­gen. Außer­dem zeigt es Stra­te­gien, die Sinne effi­zient zum Ler­nen zu aktivieren.

lunes, 2 de marzo de 2020

Welche Rolle spielt Deutsch international?

Der Soziolinguist Professor Ulrich Ammon über den Stellenwert der deutschen Sprache in der Welt.

lunes, 2 de diciembre de 2019

WARUM WIRD WEIHNACHTEN GEFEIERT?


Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Der eigentliche Festtag ist der 25.12. Die Feierlichkeiten beginnen aber schon am Abend des 24.12. , dem sogenannten heiligen Abend. Im deutschsprachigen Raum ist auch der 26.12. ein Feiertag, der sogenannte Stefanstag oder ganz einfach: Der 2. Weihnachtsfeiertag.
In Deutschland bekommen die Kinder schon am heiligen Abend die Geschenke. Zuvor sitzt meistens die ganze Familie zusammen und isst. Anders als in Amerika, wo der Weihnachtsmann durch den Schornstein kommt, kommt er oder das Christkind in Deutschland direkt ins Haus und überreicht die Geschenke persönlich an die Kinder! Aber nur wenn sie artig waren! Am 25. und 26.12. sitzt die Familie wieder zusammen beim Essen oder machen gemeinsam einen Ausflug.

Fragen und Antworten:

·         Was machst du zu Weihnachten? – Zu Weihnachten treffe ich mich mit meiner Familie.
·         Hast du schon alle Geschenke? – Nein, ich muss noch eins für meinen Mann kaufen.
·         Was wünscht du dir zu Weihnachten? – Ich habe mir von meinem Mann ein neues Handy gewünscht.
·         Was gibt es bei dir am Weihnachtsabend zu essen? – Bei uns gibt es meistens Bratwurst, Wiener und Kartoffelsalat.
·         Was hat dir der Weihnachtsmann gebracht? – Einen Fußball und ein neues Fahrrad!

Vokabeln Tradition:

·         24.12. = Heiligabend – Auch: Heiliger Abend, Heilige Nacht, Christnacht, Weihnachtsabend
·         25.12. = Christtag – Bei nicht religiösen Familien: 1. Weihnachtsfeiertag
·         26.12. = Stephanstag – Bei nicht religiösen Familien: 2. Weihnachtsfeiertag
·         Weihnachten: auch Weihnacht, Christfest, Heiliger Christ, fest der Geburt Jesu Christi
·         das Weihnachtslied (er) – Lieder, die zur Weihnachtszeit gesungen werden
·         der Weihnachtsmann (ä,er) – Sieht dem Nikolaus ähnlich, älterer Mann mit weiße Bart der den Kindern zu Weihnachten Geschenke bringt
·         der Weihnachtsmarkt (ä,e) – Märkte zur Weihnachtszeit in den Städten mit traditionellem Handwerk, Essen und vor allem Glühwein
·         der Tannenbaum, auch Weihnachtsbaum – geschmückter Nadelbaum unter dem am Heiligen Abend die Geschenke liegen
·         der Weihnachtskranz (ä,e) – Gesteck aus Nadelbaumästen mit 4 Kerzen
·         der Advent = 4 Wochen vor Heiligabend
·         1. Advent = 4. Letzter Sonntag vor Weihnachten (erste Kerze im Weihnachtskranz wird angezündet)
·         2. Advent = 3. Letzter Sonntag vor Weihnachten (zweite Kerze im Weihnachtskranz wird angezündet)
·         3. Advent = 2. Letzter Sonntag vor Weihnachten (dritte Kerze im Weihnachtskranz wird angezündet)
·         4. Advent = Letzter Sonntag vor Weihnachten (vierte Kerze im Weihnachtskranz wird angezündet)

Vokabeln zum Essen & Trinken:

·         der Weihnachtsbraten (-) – speziell für den Weihnachtsabend im Ofen zubereitetes Fleisch
·         das Plätzchen (-) – Weihnachtskekse
·         der Lebkuchen (-) – Pfefferkuchen, Honigkuchen, mit Sirup oder Honig und vielen Gewürzen gebackener Kuchen/Keks
·         das Knusperhaus (ä,er) – Haus aus Lebkuchen (wie bei Hänsel und Gretel)
·         der Pfefferkuchenmann (ä,er) – Lebkuchen in Form einer Person oder eines Weihnachtsmannes
·         die Zuckerstange (n) – Süßigkeit in Form einer kleinen Stange aus gefärbter Zuckermasse
·         der Eierlikör (e) – Alkoholisches Getränk aus Eiern und Rum
·         der Glühwein (e) – Heißer Rotwein
·         das Weihnachtsessen (-) – Familientreffen zu Weihnachten. Meistens kocht Oma für die ganze Familie. Je nach Familie am 24. oder 25.12. oft aber auch an beiden Tagen. (In manchen Familien gibt es sogar noch ein drittes Weihnachtsessen am 26.12. )

Verben die man zur Weihnachtszeit häufig braucht:

·         umarmen – die Arme um jemanden legen
·         feiern – eine Party machen
·         schmücken – etwas dekorieren
·         innehalten – nachdenken und über sich und das Leben nachdenken ohne etwas anderes gleichzeitig zu tun
·         schenken – jemanden etwas ohne Bezahlung geben

Weitere Vokabeln

·         der Wunschzettel (-) – List mit Wünschen an den Weihnachtsmann
·         die Krippe (n) = bildliche Darstellung einer Szene aus der Weihnachtsgeschichte // aber auch Betreuungsanstalt für Kinder unter 4 Jahren
·         das Geschenk (e) = Mitbringsel, Präsent, Gabe
·         der Stern (e) = Heller Punkt am Nachhimmel
·         die Überraschung (en) = Ereignis/Geschenk das man nicht erwartet hat
·         die Schneeflocke (n) = Gefrorener Regentropfen
·         der Kamin (e) = Feuerstelle im Haus
·         das Rentier (e) = Hirschart die in kalten Regionen auf der Nordhalbkugel lebt. Tier das den Schlitten vom Weihnachtsmann zieht.
·         die Lichterkette (n) = Kleine Lichter die an einer Kette am Weihnachtsbaum befestigt werden
·         die Weihnachtskugel (n) = bunte Glaskugeln zur Dekoration

viernes, 1 de noviembre de 2019

SPRACHENLERNEN – DOPING FÜR GEIST UND KÖRPER


Wer hätte das gedacht, wir bloggen hier schon seit über 3,5 Jahren und noch nie gab es einen Artikel, der die Vorteile des Sprachenlernens auflistet! Es wird also höchste Zeit, sich dieser Frage zu widmen und wie so häufig werfen wir dabei auch einen Blick auf die Erkenntnisse der Wissenschaft.
Und ich muss gestehen, bei der Recherche zu diesem Artikel war ich selbst verblüfft, welche Vorteile das Lernen neuer Sprachen für unseren Körper und Geist haben kann! Ist Sprachenlernen also das natürlichste Doping der Welt? Macht es uns wirklich zu Super(wo)man und wenn ja, warum?
Ja, in der Tat, das Lernen neuer Sprachen hat viele positive Auswirkungen. Die folgenden 10 Vorteile schauen wir uns dabei etwas genauer an:

  1. Besseres Gedächtnis
  2. Größeres Gehirn
  3. Verbessertes Hörverständnis
  4. Höhere non-verbale Intelligenz
  5. Verbesserte Führungsqualitäten
  6. Verringerung der Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken
  7. Größere Aufmerksamkeitsspanne
  8. Besseres Multitasking
  9. Gesteigerte Kreativität
  10. Besseres Problemlösungsverhalten

1. Besseres Gedächtnis

Schneller und akkurater Arbeiten dank Mehrsprachigkeit. Dass dem so ist, konnte das Forscherteam um Julia Morales beweisen.
Kinder, die mindestens zweisprachig aufwuchsen, weisen ein besseres Erinnerungsvermögen auf. Ganz konkret scheint das „Gehirn schneller zu funktionieren“, Informationen werden schneller aufgenommen und Probleme besser erkannt.

2. Größeres Gehirn

Johan Mårtensson untersuchte die Auswirkung des Sprachenlernens bei Erwachsenen und konnte strukturelle Veränderungen in für Sprache zuständigen Hirnregionen nachweisen.
Stark vereinfacht gesagt, wir wandeln durch das Sprachenlernen graue Zellen um und so wächst bzw. verstärkt sich das Gehirn an wichtigen Stellen.
Mårtensson konnte diesen Effekt übrigens bereits nach wenigen Wochen des intensiven Sprachtrainings nachweisen. Und umso besser unsere Sprachkenntnisse, desto stärker der Effekt.

3. Verbessertes Hörverständnis

Kennst du das? Du startest gerade in ein neues Sprachabenteuer und hörst die neue Sprache das erste Mal und du fragst dich: „Hey, wo fängt hier eigentlich ein Wort an und wo hört es auf?“
Umso fremder die Sprache, desto größer dieser Effekt. Die gute Nachricht ist jedoch, bessere Sprachkenntnisse verbessern dein Hörverständnis und es wird dir immer leichter fallen, bestimmte Klänge zu verstehen und richtig zu verarbeiten. (Nachweis u.a. durch Jennifer Krizman) 

4. Höhere non-verbale Intelligenz

Wer denkt, beim Sprachenlernen geht es nur ums Sprechen, der irrt. Zumindest ein bisschen. In der Tat ist Sprache Kommunikation und diese kann auch wortlos erfolgen. Das Schöne daran, je besser deine Sprachkenntnisse, desto größer deine mentale Flexibilität. Dies bewiesen die Forscher Elizabeth Peal und Wallace Lambert bereits im Jahre 1962 in ihrem Aufsatz „The relation of bilingualism to intelligence“.

5. Verbesserte Führungsqualitäten

Logisches Denken, Problemlösung, Planung und Ausführung. Dies alles sind wichtige Fähigkeiten im Job, insbesondere, wenn man eine Führungsposition innehat. Glückwunsch, wenn du mehrsprachig bist, denn Anne-Catherine Nicolay und Martine Poncelet konnten zeigen, dass multilinguale Kinder in all diesen Fähigkeiten besser abschneiden als ihre monolinguale Vergleichsgruppe.

6. Verringerung der Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken

Wir haben bereits unter 2. gesehen, dass Sprachenlernen die grauen Zellen wieder in Schwung bringt. Ein ähnlicher Effekt bewirkt, dass bei Menschen, die mindestens zwei Sprachen beherrschen, die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken sinkt. Beziehungsweise kann der Beginn der Krankheit um Jahre nach hinten verschoben werden.
Wenn dies kein guter Grund ist, eine neue Sprache zu lernen, dann weiß ich auch nicht. Und es ist übrigens egal, in welchem Alter man seine Sprachfertigkeiten erwirbt. Der Effekt ist auch bei älteren Menschen zu beobachten. 

7. Größere Aufmerksamkeitsspanne

Eine 2010 erschienene Studie zeigt, dass bilinguale Menschen sich besser auf eine Tätigkeit konzentrieren können. Die bessere Kontrolle über ihre Aufmerksamkeit führt dazu, dass sie Ablenkungen besser ausblenden können.
Darüber hinaus konnte Ellen Bialystok zeigen, dass mehrsprachige Personen unwichtige Informationen erkennen und sich stärker auf das Wesentliche konzentrieren. Beides Punkte, die in unserer heutigen informationsüberfluteten Welt Gold wert sind.

8. Besseres Multitasking

Okay, zugegeben, diesem Punkt stehe ich ein bisschen skeptisch gegenüber. Denn eigentlich können wir gar nicht „Multitasking“. Unser Gehirn springt einfach zwischen zwei Aufgaben hin und her. Die eigene Produktivität bleibt dabei allzu häufig auf der Strecke. Immerhin, Brian T. Gold und Kollegen konnten zeigen, dass dieses Switchen zwischen verschiedenen Aufgaben bei multilingualen Menschen schneller vonstatten geht als bei einsprachigen.

9. Gesteigerte Kreativität

Im Wörterumschreiben sind die meisten Sprachenlerner wirklich gut. Wenn ein Wort partout nicht einfallen will, dann muss man eben eine alternative Ausdrucksweise finden. Und genau dieser Vorgang sorgt dafür, dass Forscher eine allgemein verbesserte Kreativität bei erfolgreichen Sprachenlernern messen konnten. 

10. Besseres Problemlösungsverhalten

Was hat Sprachenlernen mit Mathe zu tun? Mark Leikin konnte zeigen, dass mehrsprachig aufgewachsene Kinder besseres Problemlösungsverhalten zeigen. Und dies gilt in den drei Bereichen Kreativität, Flexibilität und Originalität der vorgeschlagenen Lösungen. Getestet wurden eben auch mathematische Probleme und auch dort schlossen die mehrsprachigen Kinder besser ab!

Fazit – Sprachenlernen ist ein wahres Wundermittel!
Jetzt haben wir es schwarz auf weiß oder besser gesagt wissenschaftlich belegt, Sprachenlernen wirkt wie Doping für deinen Körper! Dank bester Sprachkenntnisse kannst du einfach Dinge, die andere nicht können!
Also auf ins nächste Sprachabenteuer, dope dich auf die natürlichste Art und werde Super(wo)man!

martes, 1 de octubre de 2019

PROTOKOLLE SCHREIBEN LEICHT GEMACHT: SO MEISTERST DU DIE UNGELIEBTE AUFGABE OPTIMAL!

Viele hassen es.
Andere mögen es. Korrigiere: Zumindest hassen sie es nicht.
Das Schreiben von Protokollen in Sitzungen und Meetings.
Egal, ob du es magst oder nicht: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Aufgabe mal auf dich zukommt. Außer, du bist immer in der Situation, diese ungeliebte Aufgabe delegieren zu können.

Protokoll schreiben – warum?

Was ist eigentlich so ein Protokoll?
Es ist ein Dokument, das diskutierte Punkte, Entscheidungen und Maßnahmen eines Meetings festhält.
Hierbei geht es nicht darum, jede Minute eines Meetings akribisch genau festzuhalten, sondern die wichtigsten Punkte zu identifizieren und knackig zusammenzufassen:
  • Entscheidungen und Abstimmungen
  • Festlegung nächster Schritte
  • Nachverfolgung von Aufgaben
Hältst du Protokolle für überflüssig? Weil sie doch ohnehin niemand liest? Kann sein. Es ist vielleicht gar nicht so ungewöhnlich, dass ein Protokoll in den Untiefen von Email-Postfächern versinkt und nie wieder angeschaut wird.
Und doch: Solche Protokolle sind absolut nützlich, schau hier:
  • Meetings können lang und komplex sein. Protokolle sind es nicht: Sie fassen die wesentlichen Inhalte übersichtlich zusammen.
  • Nicht anwesende Teilnehmer können sich über die Inhalte der Sitzung informieren.
  • In der Zukunft können getroffene Entscheidungen nachvollzogen werden.
  • Verantwortlichkeiten für Maßnahmen und nächste Schritte sind übersichtlich aufgeführt.

Ablauf

Du hast also die ehrenvolle Rolle des Protokollschreibers übertragen bekommen. Wie gehst du nun vor? Die folgenden Schritte werden dir helfen:
  1. Erwartungen klärenFrage den Sitzungsleiter nach seinen Erwartungen: In welcher Detailtiefe hätte er gern sein Protokoll? Sollen bei Abstimmungen zum Beispiel auch die Namen der abstimmenden Teilnehmer genau protokolliert werden?
  2. VorbereitenWenn möglich, besorge dir die Agenda des Meetings. So kannst du dich auf den Ablauf und die wichtigsten Punkte einstimmen. Eine Vorlage zum Protokollieren oft sehr praktisch und hilft bei der Strukturierung. Andere schreiben lieber im freien Fließtext. Finde die Variante, die dir am besten liegt!
  3. ProtokollierenDas ist die Kernaufgabe. Hier solltest du das Kunststück vollbringen, a) aufmerksam zuzuhören, b) die wesentlichen Inhalte herauszufiltern, c) alles prägnant auf den Punkt zu bringen und dabei nicht den Faden zu verlieren. Klingt schwierig? Ist es auch! Schließlich läuft das Meeting weiter, ohne dass jemand auf dich wartet. In der Regel werden die Aufzeichnungen noch nicht optimal sein – aber dafür gibt es ja den nächsten Schritt.
  4. NachbereitenGanz wichtig: Falls du kein Superheld des Protokollierens bist, werden deine Aufzeichnungen noch ein wenig Nachbereitung benötigen. Umformulieren, Zusammenfassen und Formatieren sind jetzt deine Hauptaufgaben.
  5. VerteilenSo ein Protokoll ist natürlich nicht nur für dich bestimmt: Bringe es also unter die Leute! Je nach Projekt wird der Sitzungsleiter das Protokoll erst freigeben wollen. Verteile das Dokument dann so, wie es im Projekt festgelegt ist.
Das klingt jetzt ziemlich umfangreich. Wie immer gilt es, das richtige Maß zu finden: Wenn du am Ende nur noch mit dem Vor- und Nachbereiten von Protokollen beschäftigt bist, ist das kein gutes Zeichen (außer natürlich, das ist deine Hauptaufgabe im Job). Nicht das detaillierteste und am schönsten formatierte Protokoll ist das beste, sondern das, was mit wenig Aufwand erstellt wurde und trotzdem alle wichtigen Punkte enthält.

Was ist drin?

Was genau aufgezeichnet wird, ist natürlich individuell. Aber einen Rahmen gibt es schon. Die folgenden Informationen findest du in den meisten Protokollen:
  • Datum und Ort
  • Namen der Teilnehmer (und eingeladenen, aber nicht anwesenden Personen)
  • Namen des Sitzungsleiters und Protokollführers
  • Titel / Zielsetzung des Meetings
  • ggf. Zustimmung zum vorigen Protokoll
  • Notizen zu den Tagesordnungspunkten, z.B. beschlossene Maßnahmen, Abstimmungsergebnisse, Fragen
  • Festlegung nächster Schritte
  • Termin des folgenden Meetings

Tipps

Ich sage dir, es ist alles gar nicht so schwer. Die folgenden Tipps können dir helfen:
  • Achte darauf, dass du nicht als Moderator gleichzeitig das Protokoll führst. Eine der beiden Rollen wird dann leiden. Oder das Meeting wird deutlich länger dauern, weil du mit Schreiben beschäftigt bist.
  • Berücksichtige die Zielgruppe: Du schreibst nicht für dich selbst, sondern für die Teilnehmer und nicht anwesenden Personen. Eine außenstehende Person sollte mit dem Dokument etwas anfangen können.
  • Keine Angst vor Rückfragen! Auf das Ergebnis kommt es an. Und das ist das Protokoll mit allen wesentlichen Punkten. Solltest du etwas nicht genau mitbekommen oder verstanden haben – dann frag nach! Das ist kein Zeichen von Unaufmerksamkeit. Es zeigt aber, dass du deine Aufgabe ernst nimmst und alles gut zusammenfassen möchtest. Es kann außerdem ein Zeichen sein, dass ein Punkt tatsächlich noch nicht ausreichend geklärt wurde. Deine Rückfrage kann dann auch den anderen Teilnehmern helfen.
  • Konzentriere dich auf die Ergebnisse, nicht auf die Diskussion. Denke daran, dass es nicht darum geht, jede getätigte Aussage im Meeting aufzuschreiben, sondern die erreichten Ergebnisse.
  • Kategorisiere deine Aufzeichnungen: Handelt es sich um eine Abstimmung, eine Entscheidung, eine noch offene Frage, eine beschlossene Maßnahme oder lediglich um eine Information? Kategorien erleichtern das Lesen des fertigen Protokolls!
  • Erledige zügig die Nachbereitung! Auch wenn es lästig ist – bring es hinter dich. Je schneller du im Anschluss an die Sitzung das Protokoll erstellst, desto präsenter sind die Inhalte in deinem Kopf. Du hast es hinter dir und die Teilnehmer schnell das Dokument in den Händen.
  • Schreibe sachlich: Ein Protokoll ist ein Geschäftsdokument. Es geht nicht darum, wer etwas wie gesagt hat, sondern um die Sachaussage. Vermeide wertende Kommentare.
  • Zeichne die Sitzung auf: Warum nicht? Wenn du Probleme hast, das Verfolgen der Diskussion und das Protokollieren unter einen Hut zu bringen, dann bitte um Einverständnis, dass die Sitzung aufgezeichnet wird.
Erledigt. Es ist gar nicht so schwer. Und es stellt sich schnell eine gewisse Routine ein, wenn du so etwas häufiger tust.