viernes, 1 de noviembre de 2019

SPRACHENLERNEN – DOPING FÜR GEIST UND KÖRPER


Wer hätte das gedacht, wir bloggen hier schon seit über 3,5 Jahren und noch nie gab es einen Artikel, der die Vorteile des Sprachenlernens auflistet! Es wird also höchste Zeit, sich dieser Frage zu widmen und wie so häufig werfen wir dabei auch einen Blick auf die Erkenntnisse der Wissenschaft.
Und ich muss gestehen, bei der Recherche zu diesem Artikel war ich selbst verblüfft, welche Vorteile das Lernen neuer Sprachen für unseren Körper und Geist haben kann! Ist Sprachenlernen also das natürlichste Doping der Welt? Macht es uns wirklich zu Super(wo)man und wenn ja, warum?
Ja, in der Tat, das Lernen neuer Sprachen hat viele positive Auswirkungen. Die folgenden 10 Vorteile schauen wir uns dabei etwas genauer an:

  1. Besseres Gedächtnis
  2. Größeres Gehirn
  3. Verbessertes Hörverständnis
  4. Höhere non-verbale Intelligenz
  5. Verbesserte Führungsqualitäten
  6. Verringerung der Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken
  7. Größere Aufmerksamkeitsspanne
  8. Besseres Multitasking
  9. Gesteigerte Kreativität
  10. Besseres Problemlösungsverhalten

1. Besseres Gedächtnis

Schneller und akkurater Arbeiten dank Mehrsprachigkeit. Dass dem so ist, konnte das Forscherteam um Julia Morales beweisen.
Kinder, die mindestens zweisprachig aufwuchsen, weisen ein besseres Erinnerungsvermögen auf. Ganz konkret scheint das „Gehirn schneller zu funktionieren“, Informationen werden schneller aufgenommen und Probleme besser erkannt.

2. Größeres Gehirn

Johan Mårtensson untersuchte die Auswirkung des Sprachenlernens bei Erwachsenen und konnte strukturelle Veränderungen in für Sprache zuständigen Hirnregionen nachweisen.
Stark vereinfacht gesagt, wir wandeln durch das Sprachenlernen graue Zellen um und so wächst bzw. verstärkt sich das Gehirn an wichtigen Stellen.
Mårtensson konnte diesen Effekt übrigens bereits nach wenigen Wochen des intensiven Sprachtrainings nachweisen. Und umso besser unsere Sprachkenntnisse, desto stärker der Effekt.

3. Verbessertes Hörverständnis

Kennst du das? Du startest gerade in ein neues Sprachabenteuer und hörst die neue Sprache das erste Mal und du fragst dich: „Hey, wo fängt hier eigentlich ein Wort an und wo hört es auf?“
Umso fremder die Sprache, desto größer dieser Effekt. Die gute Nachricht ist jedoch, bessere Sprachkenntnisse verbessern dein Hörverständnis und es wird dir immer leichter fallen, bestimmte Klänge zu verstehen und richtig zu verarbeiten. (Nachweis u.a. durch Jennifer Krizman) 

4. Höhere non-verbale Intelligenz

Wer denkt, beim Sprachenlernen geht es nur ums Sprechen, der irrt. Zumindest ein bisschen. In der Tat ist Sprache Kommunikation und diese kann auch wortlos erfolgen. Das Schöne daran, je besser deine Sprachkenntnisse, desto größer deine mentale Flexibilität. Dies bewiesen die Forscher Elizabeth Peal und Wallace Lambert bereits im Jahre 1962 in ihrem Aufsatz „The relation of bilingualism to intelligence“.

5. Verbesserte Führungsqualitäten

Logisches Denken, Problemlösung, Planung und Ausführung. Dies alles sind wichtige Fähigkeiten im Job, insbesondere, wenn man eine Führungsposition innehat. Glückwunsch, wenn du mehrsprachig bist, denn Anne-Catherine Nicolay und Martine Poncelet konnten zeigen, dass multilinguale Kinder in all diesen Fähigkeiten besser abschneiden als ihre monolinguale Vergleichsgruppe.

6. Verringerung der Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken

Wir haben bereits unter 2. gesehen, dass Sprachenlernen die grauen Zellen wieder in Schwung bringt. Ein ähnlicher Effekt bewirkt, dass bei Menschen, die mindestens zwei Sprachen beherrschen, die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken sinkt. Beziehungsweise kann der Beginn der Krankheit um Jahre nach hinten verschoben werden.
Wenn dies kein guter Grund ist, eine neue Sprache zu lernen, dann weiß ich auch nicht. Und es ist übrigens egal, in welchem Alter man seine Sprachfertigkeiten erwirbt. Der Effekt ist auch bei älteren Menschen zu beobachten. 

7. Größere Aufmerksamkeitsspanne

Eine 2010 erschienene Studie zeigt, dass bilinguale Menschen sich besser auf eine Tätigkeit konzentrieren können. Die bessere Kontrolle über ihre Aufmerksamkeit führt dazu, dass sie Ablenkungen besser ausblenden können.
Darüber hinaus konnte Ellen Bialystok zeigen, dass mehrsprachige Personen unwichtige Informationen erkennen und sich stärker auf das Wesentliche konzentrieren. Beides Punkte, die in unserer heutigen informationsüberfluteten Welt Gold wert sind.

8. Besseres Multitasking

Okay, zugegeben, diesem Punkt stehe ich ein bisschen skeptisch gegenüber. Denn eigentlich können wir gar nicht „Multitasking“. Unser Gehirn springt einfach zwischen zwei Aufgaben hin und her. Die eigene Produktivität bleibt dabei allzu häufig auf der Strecke. Immerhin, Brian T. Gold und Kollegen konnten zeigen, dass dieses Switchen zwischen verschiedenen Aufgaben bei multilingualen Menschen schneller vonstatten geht als bei einsprachigen.

9. Gesteigerte Kreativität

Im Wörterumschreiben sind die meisten Sprachenlerner wirklich gut. Wenn ein Wort partout nicht einfallen will, dann muss man eben eine alternative Ausdrucksweise finden. Und genau dieser Vorgang sorgt dafür, dass Forscher eine allgemein verbesserte Kreativität bei erfolgreichen Sprachenlernern messen konnten. 

10. Besseres Problemlösungsverhalten

Was hat Sprachenlernen mit Mathe zu tun? Mark Leikin konnte zeigen, dass mehrsprachig aufgewachsene Kinder besseres Problemlösungsverhalten zeigen. Und dies gilt in den drei Bereichen Kreativität, Flexibilität und Originalität der vorgeschlagenen Lösungen. Getestet wurden eben auch mathematische Probleme und auch dort schlossen die mehrsprachigen Kinder besser ab!

Fazit – Sprachenlernen ist ein wahres Wundermittel!
Jetzt haben wir es schwarz auf weiß oder besser gesagt wissenschaftlich belegt, Sprachenlernen wirkt wie Doping für deinen Körper! Dank bester Sprachkenntnisse kannst du einfach Dinge, die andere nicht können!
Also auf ins nächste Sprachabenteuer, dope dich auf die natürlichste Art und werde Super(wo)man!

martes, 1 de octubre de 2019

PROTOKOLLE SCHREIBEN LEICHT GEMACHT: SO MEISTERST DU DIE UNGELIEBTE AUFGABE OPTIMAL!

Viele hassen es.
Andere mögen es. Korrigiere: Zumindest hassen sie es nicht.
Das Schreiben von Protokollen in Sitzungen und Meetings.
Egal, ob du es magst oder nicht: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Aufgabe mal auf dich zukommt. Außer, du bist immer in der Situation, diese ungeliebte Aufgabe delegieren zu können.

Protokoll schreiben – warum?

Was ist eigentlich so ein Protokoll?
Es ist ein Dokument, das diskutierte Punkte, Entscheidungen und Maßnahmen eines Meetings festhält.
Hierbei geht es nicht darum, jede Minute eines Meetings akribisch genau festzuhalten, sondern die wichtigsten Punkte zu identifizieren und knackig zusammenzufassen:
  • Entscheidungen und Abstimmungen
  • Festlegung nächster Schritte
  • Nachverfolgung von Aufgaben
Hältst du Protokolle für überflüssig? Weil sie doch ohnehin niemand liest? Kann sein. Es ist vielleicht gar nicht so ungewöhnlich, dass ein Protokoll in den Untiefen von Email-Postfächern versinkt und nie wieder angeschaut wird.
Und doch: Solche Protokolle sind absolut nützlich, schau hier:
  • Meetings können lang und komplex sein. Protokolle sind es nicht: Sie fassen die wesentlichen Inhalte übersichtlich zusammen.
  • Nicht anwesende Teilnehmer können sich über die Inhalte der Sitzung informieren.
  • In der Zukunft können getroffene Entscheidungen nachvollzogen werden.
  • Verantwortlichkeiten für Maßnahmen und nächste Schritte sind übersichtlich aufgeführt.

Ablauf

Du hast also die ehrenvolle Rolle des Protokollschreibers übertragen bekommen. Wie gehst du nun vor? Die folgenden Schritte werden dir helfen:
  1. Erwartungen klärenFrage den Sitzungsleiter nach seinen Erwartungen: In welcher Detailtiefe hätte er gern sein Protokoll? Sollen bei Abstimmungen zum Beispiel auch die Namen der abstimmenden Teilnehmer genau protokolliert werden?
  2. VorbereitenWenn möglich, besorge dir die Agenda des Meetings. So kannst du dich auf den Ablauf und die wichtigsten Punkte einstimmen. Eine Vorlage zum Protokollieren oft sehr praktisch und hilft bei der Strukturierung. Andere schreiben lieber im freien Fließtext. Finde die Variante, die dir am besten liegt!
  3. ProtokollierenDas ist die Kernaufgabe. Hier solltest du das Kunststück vollbringen, a) aufmerksam zuzuhören, b) die wesentlichen Inhalte herauszufiltern, c) alles prägnant auf den Punkt zu bringen und dabei nicht den Faden zu verlieren. Klingt schwierig? Ist es auch! Schließlich läuft das Meeting weiter, ohne dass jemand auf dich wartet. In der Regel werden die Aufzeichnungen noch nicht optimal sein – aber dafür gibt es ja den nächsten Schritt.
  4. NachbereitenGanz wichtig: Falls du kein Superheld des Protokollierens bist, werden deine Aufzeichnungen noch ein wenig Nachbereitung benötigen. Umformulieren, Zusammenfassen und Formatieren sind jetzt deine Hauptaufgaben.
  5. VerteilenSo ein Protokoll ist natürlich nicht nur für dich bestimmt: Bringe es also unter die Leute! Je nach Projekt wird der Sitzungsleiter das Protokoll erst freigeben wollen. Verteile das Dokument dann so, wie es im Projekt festgelegt ist.
Das klingt jetzt ziemlich umfangreich. Wie immer gilt es, das richtige Maß zu finden: Wenn du am Ende nur noch mit dem Vor- und Nachbereiten von Protokollen beschäftigt bist, ist das kein gutes Zeichen (außer natürlich, das ist deine Hauptaufgabe im Job). Nicht das detaillierteste und am schönsten formatierte Protokoll ist das beste, sondern das, was mit wenig Aufwand erstellt wurde und trotzdem alle wichtigen Punkte enthält.

Was ist drin?

Was genau aufgezeichnet wird, ist natürlich individuell. Aber einen Rahmen gibt es schon. Die folgenden Informationen findest du in den meisten Protokollen:
  • Datum und Ort
  • Namen der Teilnehmer (und eingeladenen, aber nicht anwesenden Personen)
  • Namen des Sitzungsleiters und Protokollführers
  • Titel / Zielsetzung des Meetings
  • ggf. Zustimmung zum vorigen Protokoll
  • Notizen zu den Tagesordnungspunkten, z.B. beschlossene Maßnahmen, Abstimmungsergebnisse, Fragen
  • Festlegung nächster Schritte
  • Termin des folgenden Meetings

Tipps

Ich sage dir, es ist alles gar nicht so schwer. Die folgenden Tipps können dir helfen:
  • Achte darauf, dass du nicht als Moderator gleichzeitig das Protokoll führst. Eine der beiden Rollen wird dann leiden. Oder das Meeting wird deutlich länger dauern, weil du mit Schreiben beschäftigt bist.
  • Berücksichtige die Zielgruppe: Du schreibst nicht für dich selbst, sondern für die Teilnehmer und nicht anwesenden Personen. Eine außenstehende Person sollte mit dem Dokument etwas anfangen können.
  • Keine Angst vor Rückfragen! Auf das Ergebnis kommt es an. Und das ist das Protokoll mit allen wesentlichen Punkten. Solltest du etwas nicht genau mitbekommen oder verstanden haben – dann frag nach! Das ist kein Zeichen von Unaufmerksamkeit. Es zeigt aber, dass du deine Aufgabe ernst nimmst und alles gut zusammenfassen möchtest. Es kann außerdem ein Zeichen sein, dass ein Punkt tatsächlich noch nicht ausreichend geklärt wurde. Deine Rückfrage kann dann auch den anderen Teilnehmern helfen.
  • Konzentriere dich auf die Ergebnisse, nicht auf die Diskussion. Denke daran, dass es nicht darum geht, jede getätigte Aussage im Meeting aufzuschreiben, sondern die erreichten Ergebnisse.
  • Kategorisiere deine Aufzeichnungen: Handelt es sich um eine Abstimmung, eine Entscheidung, eine noch offene Frage, eine beschlossene Maßnahme oder lediglich um eine Information? Kategorien erleichtern das Lesen des fertigen Protokolls!
  • Erledige zügig die Nachbereitung! Auch wenn es lästig ist – bring es hinter dich. Je schneller du im Anschluss an die Sitzung das Protokoll erstellst, desto präsenter sind die Inhalte in deinem Kopf. Du hast es hinter dir und die Teilnehmer schnell das Dokument in den Händen.
  • Schreibe sachlich: Ein Protokoll ist ein Geschäftsdokument. Es geht nicht darum, wer etwas wie gesagt hat, sondern um die Sachaussage. Vermeide wertende Kommentare.
  • Zeichne die Sitzung auf: Warum nicht? Wenn du Probleme hast, das Verfolgen der Diskussion und das Protokollieren unter einen Hut zu bringen, dann bitte um Einverständnis, dass die Sitzung aufgezeichnet wird.
Erledigt. Es ist gar nicht so schwer. Und es stellt sich schnell eine gewisse Routine ein, wenn du so etwas häufiger tust.

lunes, 2 de septiembre de 2019

WIE WIRST DU DEINEN AKZENT LOS UND VERBESSERST DEINE AUSSPRACHE – 7 TIPPS


Du lernst eine Fremdsprache und willst Deinen Akzent loswerden, um Deine Aussprache zu verbessern?


Das ist gar nicht mal so einfach. Viele Menschen haben selbst nach Jahrzehnten noch einen Akzent. Selbst wenn sie im Land der Fremdsprache leben, auch in Deutschland sieht man das. Einwanderer, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben und Deutsch perfekt sprechen, haben weiterhin einen Akzent.
Den Akzent komplett loszuwerden ist schwer und das schaffen nur die wenigsten. Das geht nur, wenn Du ein wirklich gutes Gefühl für die Sprache hast oder durch sehr viel harte Arbeit (denk nur an die Schauspieler, die für einen Film einen bestimmten Akzent lernen müssen).

In diesem Beitrag erfährst Du,wie Du es schaffst Deinen Akzent zu reduzieren und wie Du Deine Aussprache trainieren kannst.
In diesem Video haben Dir Luca Lampariello und ich auch noch einmal die 7 wichtigsten Tipps zur Akzentreduzierung zusammengefasst:

1.Tipp: Nimm Dich selbst beim Sprechen auf.

Wahrscheinlich hörst Du Deinen eigenen Akzent nicht, wenn Du sprichst. Außer vielleicht bei einzelnen Wörtern, bei welchen Du die Aussprache nicht hinbekommst oder Dich versprichst.
Das ändert sich jedoch, wenn Du Dich in der dritten Person hörst: eine Aufnahme von Dir selbst. Dann hörst Du Deinen Akzent klar und deutlich. Eine Tonaufnahme von Dir eignet sich also ausgezeichnet, um Deinen Akzent zu trainieren.

Dafür gehst Du folgendermaßen vor:
1.    Schau Dir ein Video von einem Muttersprachler an.
2.    Pausiere das Video nach 1-2 Sätzen.
3.    Sprich die Sätze nach und nimm Dich dabei auf.
4.    Vergleiche Deine Aufnahme mit dem Muttersprachler.
5.    Versuche es nochmal.
6.    Das machst Du so lange bis sich Deine Sätze fast so anhören wie bei dem Muttersprachler.
7.    Danach machst Du dasselbe mit den nächsten Sätzen.

Dich selbst beim Sprechen aufzunehmen ist eine hervorragende Möglichkeit zur Akzentreduzierung.
Wenn Du so jeden Tag zumindest ein paar Minuten Deine Aussprache trainierst, verbesserst Du schnell Deinen Akzent in der Fremdsprache und bekommst ein viel besseres Gefühl für die Sprache.

2.Tipp: Hören, hören und wieder hören.

Höre die Fremdsprache so viel wie möglich, um Deinen Akzent zu reduzieren.
Als ich zu Schulzeiten nach einem Jahr aus Australien zurückkam, sagte man mir nach, ich hätte teilweise einen australischen Akzent gehabt. 
In den Jahren danach habe ich viele amerikanische Serien und Filme angesehen. Stets auf Englisch. Danach war mein australischer Akzent komplett verschwunden. Es hat sich kein bisschen mehr australisch angehört und ist vollständig zu amerikanisch übergegangen.

Mein australischer Akzent ist also amerikanisch geworden und das nur dadurch, dass ich amerikanische Filme und Serien geschaut habe. So effektiv kann also dauerhaftes Hören in der Fremdsprache sein.
Wenn Du Deinen Akzent loswerden willst, musst Du möglichst viel die Sprache hören. Am besten jeden Tag und möglichst stundenlang.

Natürlich musst Du Dich nicht hinsetzen und stundenlang Tonbänder hören. Du kannst auch zwischendurch, auf dem Weg, aber auch während der Arbeit Muttersprachlern zuhören. Dafür musst Du nicht mal aufmerksam zuhören, damit es trotzdem was bringt.
Wirklich aktiv zuhören ist aber natürlich am effektivsten. Es hilft Dir aber auch weiter, wenn Du ohne Aufmerksamkeit hörst. So kann sich Dein Gehirn besser auf die Sprache einstellen.

Und was solltest Du hören? Am besten Muttersprachler im natürlichen Kontext. Also z. B. Filme, Serien und Radio. Alles was Muttersprachler sonst auch hören. Wenn Du diese Dinge viel hörst, wirst Du ganz automatisch Deinen Akzent reduzieren und Deine Aussprache verbessern.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass Dir das am meisten hilft, wenn Du die Sprache schon einigermaßen beherrschst. Wenn Du erst Anfänger bist, solltest Du Dir erstmal keine Sorgen über Deinen Akzent machen. Wenn Du als Anfänger nur Tonspuren hörst, bei denen Du fast gar nichts verstehst, wirst Du nicht wirklich weiterkommen. In diesem Fall solltest Du eine andere Herangehensweise wählen.

3.Tipp: Übungen mit Videos im Internet.

Im Internet, vor allem auf YouTube, gibt es viele Videos, die Dir bei der Akzentreduzierung helfen können.

Eine weitere Möglichkeit an der Akzentreduzierung zu arbeiten, ist mit Videos. Von diesen findest Du eine Vielzahl auf Videoplattformen wie YouTube.
In diesen Videos wird Dir z. B. erklärt, wie Du Deine Zunge und Deinen Mund bewegen musst, um einen bestimmten Ton richtig auszusprechen. Schau sie Dir genau an. Versuche dann denselben Ton zu produzieren bzw. das Wort richtig nachzusprechen.

Hier findest Du einige solcher Videos:

4.Tipp: Üben, üben und noch einmal üben.

Wenn Du nun weißt, wie man Wörter und Töne richtig ausspricht, musst Du möglichst viel üben diese Wörter auszusprechen. Das ist aber erst möglich, wenn Du den Unterschied zwischen dem, wie es Muttersprachler aussprechen, und wie Du es aussprichst, erkennst.

Am besten holst Du Dir dafür einen Muttersprachler. Dieser korrigiert Dich, wenn Du es falsch aussprichst. Sobald Du einzelne Wörter richtig aussprechen kannst, übst Du sie in Sätze in einem natürlichen Kontext. Das ist noch einmal eine Stufe schwieriger.

5.Tipp: Höre und lerne Lieder auswendig, um den Rhythmus hinzubekommen.

Ein Großteil deutscher Sängerinnen und Sänger singen auf Englisch. Dabei ist ihr deutscher Akzent deutlicher schwächer als wenn sie Englisch sprechen (das gilt natürlich für die anderen Sprachen auch). Davon kannst Du profitieren, indem Du Lieder auswendig lernst.

Gesang ist an eine Melodie gekoppelt. Auf diese Weise ist es einfacher die richtige Tonalität und den richtigen Rhythmus von Wörtern zu lernen. So verbesserst Du es Deinen Sprechrhythmus und Deine Tonalität.

Hast Du schon mal Ausländer Deutsch sprechen gehört? Oftmals erkennst Du aus welchem Land sie sind nicht an der Aussprache, sondern am Rhythmus.
Ich habe bei mir um die Ecke eine italienische Eisdiele. Eines Tages hatten die Besitzer eine neue Angestellte. Nach 2 Sekunden wusste ich, dass sie ebenfalls Italienerin war.

Das lag aber nicht an ihrem Akzent, denn dieser war nicht besonders stark, sondern am Rhythmus. Dieser hat sich genauso angehört, wie im Italienischen. Sie hatte ihre Worte in einem Singsang gesprochen, wie man es aus dem Italienischen kennt.

Mit Musik kannst Du also Deinen Rhythmus anpassen, was einen wichtigen Teil Deines Akzentes ausmacht.

6.Tipp : Versetze Dich in eine Rolle.


Du möchtest gerne Englisch mit amerikanischen Akzent sprechen? Stell Dir vor Du seist Amerikaner! Versetze Dich in die Rolle des Muttersprachlers und sprich und verhalte Dich so, wie sich dieser verhalten würde.
Durch diesen einfachen Trick lenkst Du Deinen Akzent ein bisschen in die richtige Richtung. Denn selbst, wenn Du Dich nur so verhältst oder sprichst wie ein Muttersprachler, ist Dein Akzent weniger spürbar.

Tipp 7: Akzentreduzierungstraining

Die beste Methode, aber gleichzeitig auch teuerste, ist Akzentreduzierung mit einem Sprachtrainer. Es gibt spezielle Schulen und Lehrer, die sich auf Akzentreduzierung spezialisiert haben. Du kannst in Deiner Stadt einen Lehrer finden oder zwischen der großen Anzahl von Online-Schulen auswählen.
Mit jemanden, der Deine Probleme erkennt und Dir gezielt hilft diese zu bearbeiten, lernst Du natürlich viel schneller, als wenn Du alles selber erlernen musst.

Wenn Dir also Akzentreduzierung sehr wichtig ist und Du das nötige Kleingeld übrig hast, wäre diese die beste Methode.

Hier sind ein paar weiterführende Ressourcen, um eine passende Schule, einen Lehrer oder auch einen Aussprachekurs zu finden:
·         Englisch: ASHA Suchmaschine für Trainer
·         Speak with Confidence – die Mosalingua Masterclass, ein Englisch-Konversationskurs, um Deinen Akzent innerhalb von ein paar Wochen zu reduzieren.
·         SuperProf Suchmaschine für Trainer für Französisch & Spanisch
·         Ein empfehlenswertes E-Book für eine bessere Deutsche Aussprache ist auch Einfach.Besser.Sprechen von Dilyana von GermanSkills.com, eine der Teilnehmerinnen an unserem Sprachheld-Deutschlehrerpanel. Außerdem bietet Dilyana die tolle Deutsch-Aussprache-Challenge an.
Übrigens: Wagner Moura aus Brasilien, der Pablo Escobar im Netflix-Hit „Narcos“ spielt, lernte innerhalb von wenigen Monaten für seine Rolle vergleichsweise akzentfreies Paisa-Spanisch (Spanisch aus Medellin, wo Escobar gelebt hat). Dafür hatte er sich einen Akzentcoach genommen.


jueves, 1 de agosto de 2019

VORTEILE DER ZWEISPRACHIGKEIT: 10 VORTEILE DES ZWEITSPRACHENERWERBS


Vorteile der Zweisprachigkeit. Du bist am Überlegen eine zweite Sprache zu lernen, aber bist noch nicht ganz sicher? Möchtest du ein Kind zweisprachig erziehen, aber hast Zweifel, ob das gut für seine Sprachentwicklung ist? Die Gesellschaft, in der wir leben, wird immer kompetitiver und fordert immer mehr Voraussetzungen, unter denen sich Sprachkenntnisse befinden. Falls du nicht von den Vorteilen überzeugt bist, die dir durch das Erlernen einer neuen Sprache verschafft werden können, wollen wir dich von dieser Organisation aus vollständig überzeugen, indem wir dir die vielen Vorzüge für den Erwerb einer neuen Sprache, zeigen. Darunter befinden sich sowohl kognitive als auch soziale. Finde heraus, wie ein zweisprachiges Gehirn funktioniert!

 

1. Zweisprachigkeit: Intelligenter?

Jein. Obwohl die Intelligenz ein breit gefächertes Konzept ist und es sein kann, dass die Tatsache, zweisprachig zu sein, sich auf einige ihrer Aspekte positiv auswirkt, gibt es keine Studie, die vollständig beweist, dass die Tatsache, eine zweite Sprache zu sprechen, die Person, die sie spricht, intelligenter macht. Nichtdestotrotz beweisen die bisher durchgeführten Studien, dass, wenn uns auch das Sprechen von zwei Sprachen nicht intelligenter macht, es unser Gehirn jedoch dazu zwingt, gewisse Prozesse durchzuführen, die eine Extraübung darstellen und somit einen Vorteil bei jeder geistigen Anstrengung. 

2. Zweisprachigkeit: Effizienter denken durch neue kognitive Strategien

Man verbindet kognitive Strategien mit der Ausarbeitung von Plänen und Programmen zum Erreichen eines Ziels. Die Sprache ist ein weiteres Instrument zur Organisation in unserem Kopf, sie erlaubt uns, eine Reihe von Ideen über die Grammatik zu organisieren und Konzepte zu sortieren, um sie zu verstehen und sie über die Semantik und den Wortschatz miteinander zu verknüpfen. Wenn ein Mensch zwei Sprachen zur Verfügung hat, um sich zu organisieren, hat er einen doppelten Vorteil gegenüber Personen, die nur eine Sprache sprechen, da er so mit logischeren Gedankengängen und einem breit gefächerterem Klassifizierungssystem ausgestattet ist.

3. Zweisprachig zu sein verbessert dein Erinnerungsvermögen

Unter den zuvor erwähnten Vorteilen der Zweisprachigkeit befindet sich das Erinnerungsvermögen, die Aufmerksamkeit und das Lernen. Eine zweite Sprache zu sprechen zwingt das Gehirn nämlich dazu, andere Gehirzonen zu benutzen, die Einsprachige nicht benutzen. Dies führt zu einem flexibleren und effizienteren Denken. Zwei Sprachen zu sprechen begünstigt die Schaffung von neuen Wegen zur Verknüpfung der Information, was wiederum in neuen Wegen für eine Erinnerung zum Ausdruck kommt. Das bedeutet, dass Menschen, die eine Zweitsprache sprechen, besser dazu fähig sind sich zu erinnern und somit ein besseres Erinnerungsvermögen haben.

4. Zweisprachigkeit kommt deiner Aufmerksamkeit und Konzentration zugute

Ein weiterer der Faktoren, die sich daran bereichern, eine zweite Sprache zu lernen, ist unsere Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass zweisprachige Personen gegenüber einsprachigen Personen mehr Begabung dafür haben unwichtige Information zu filtern. Relevante Information aufnehmen zu können und irrelevante vermeiden zu können ist ein Faktor, der die Aufmerksamkeit und Konzentration auf ein bestimmtes Ziel sehr erleichtert.

5. Zweisprachigkeit sein hilft dir dabei, deine eigene Sprache besser zu kennen

Das Erlernen einer Zweitsprache wird dazu führen, dass wir merken, dass unsere Sprache nicht die einzige Art ist, die Welt zu konzeptualisieren, in der wir leben. Jedes Wort unserer Sprache ist mit einem Konzept verbunden, einem mentalen Begriff. Nichtsdetrotrotz kann das erwähnte Wort ein gleiches Konzept auf eine eigene Art und Weise einschliessen, oder es können Konzepte existieren, denen kein Wort zugeschrieben wurde. Zum Beispiel beschreibt der französische Ausdruck „l’esprit de l’escalier“ (der Geist der Treppe oder Treppengeist) den Akt des Denkens an eine geistreiche Antwort, wenn es schon zu spät ist, um sie zu geben, ein Konzept, dem beispielsweise in der spanischen und in der englischen Sprache kein Wort zugeschrieben ist.

6. Zweisprachigkeit: das Gehirn altert langsamer

Vorteile der Zweisprachigkeit? Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Sprechen von mehr als einer Sprache den Gehirnverschleiss verzögert, indem Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer verzögert oder vermieden werden.
Die in der Zeitschrift „Annals of Neurology“ veröffentlichte, an der Universität von Edinburgh von Thomas Bak durchgeführte Studie deckt einige Geheimnisse über die Vorzüge von Zweisprachigkeit auf. Zunächst einmal bestätigt sie, dass Menschen, die mehr als eine Sprache sprechen, einen geringeren Gehirnverschleiss im Laufe der Zeit aufweisen. Ausserdem beweist die Studie bessere kognitive Fähigkeiten bei zweisprachigen Testpersonen im Vergleich zu den einsprachigen, besonders hervorgehoben werden die Lesefähigkeit und die allgemeine Intelligenz. Zu guter Letzt offenbarte genannte Studie die Tatsache, dass das Sprechen von zwei Sprachen die Alterung des Gehirns verzögert, unabhängig vom Alter, in dem man die Zweitsprache erlernt hat. Daher ist es keine Ausrede nicht jetzt mit dem Sprachenlernen anzufangen, wenn man es als Kind verpasst hat.

7. Zweisprachigkeit eröffnet dir Arbeitsmöglichkeiten

Obwohl dies kein Geheimnis ist, ist es sicher, dass ein weiterer Vorteil vom Zweisprachigsein ist, dass Sprachen ein Schlüssel zum Türöffnen in der Arbeitswelt sind. Nicht nur weil sie bei fast allen Arbeitsplätzen sehr begehrt sind, sondern auch, weil sie dir die Türen zu einem umfangreicheren Arbeitsgebiet öffnen, indem sie dir die Gelegenheit dazu geben, im Ausland zu arbeiten.
Manchmal sind Sprachen das, was in einem Lebenslauf am meisten vermisst wird.

8. Zweisprachigkeit: Verbesserung der sozialen Beziehungen

Arbeitsbeziehungen sind nicht der einzige Bereich, in dem eine Sprache nützlich sein kann. Ein weiterer Vorteil der Zweisprachigkeit ist, dass sie die sozialen Bindungen in gleichem Masse erweitern. Es ist klar, dass eine Sprache Probleme wie Schüchternheit nicht lösen wird, aber sie wird dir die Möglichkeit geben, dein Sozialleben zu verbessern, aus zwei Gründen. Der erste ist ziemlich klar, bei mehr Sprachen gibt es auch mehr Leute, mit denen du Kontakt aufnehmen kannst. Aber der zweite wird vielleicht etwas nützlicher sein, denn eine zweite Sprache zu sprechen kann mehr Sicherheit und Selbstvertrauen mit sich bringen.

9. Zweisprachigkeit ermöglicht es dir neue Kulturen und neue Ideen kennenzulernen

Ein weiterer Vorzug davon, eine andere Sprache sprechen zu können, ist die Möglichkeit neue Kulturen kennenzulernen, was sich wiederum im Lernen ausdrückt. Obwohl wir es nicht wahrnehmen, sind die Kultur und Eigenheiten des eigenes Landes manchmal ein grosser Ballast für die Entwicklung. Wie wir vorhin über die Art des Konzeptualisierens der Welt, die unsere Sprache hat, gesprochen haben, so unterscheidet sich auch jede Kultur in ihrer Art die Welt zu sehen.
Eine neue Sichtweise kann der notwendige Brennstoff sein, um eine neue Idee fertig zu entwickeln.

10. Lässt deine Kreativität in die Höhe schießen

Wenn wir alle vorherigen Absätze miteinander verknüpfen, können wir verstehen, wie die Tatsache zweisprachig zu sein unserer Kreativität nützt. Durch den Besitz eines flexibleren, trainierteren Gehirns mit mehr Plastizität, mit mehr Zugriff auf Erinnerungen, das aufmerksamer ist und sich besser konzentriert, mit mehr Verbindungswegen und breit gefächerteren kognitiven Strategien, ist es nicht verwunderlich, dass die Kreativität sich besser in einem zweisprachigen Gehirn als in einem einsprachigen Gehirn entwickelt.
Zweisprachige Personen können flüssiger komplizierte Übungen durchführen, ausserdem sind sie kreativer bei der Problemlösung. Man kann sagen, dass das „Thinking out of the box“, oder in anderen Worten, das unkonventionellere Denken, häufiger bei polyglotten Personen vorkommt.