jueves, 1 de agosto de 2019

VORTEILE DER ZWEISPRACHIGKEIT: 10 VORTEILE DES ZWEITSPRACHENERWERBS


Vorteile der Zweisprachigkeit. Du bist am Überlegen eine zweite Sprache zu lernen, aber bist noch nicht ganz sicher? Möchtest du ein Kind zweisprachig erziehen, aber hast Zweifel, ob das gut für seine Sprachentwicklung ist? Die Gesellschaft, in der wir leben, wird immer kompetitiver und fordert immer mehr Voraussetzungen, unter denen sich Sprachkenntnisse befinden. Falls du nicht von den Vorteilen überzeugt bist, die dir durch das Erlernen einer neuen Sprache verschafft werden können, wollen wir dich von dieser Organisation aus vollständig überzeugen, indem wir dir die vielen Vorzüge für den Erwerb einer neuen Sprache, zeigen. Darunter befinden sich sowohl kognitive als auch soziale. Finde heraus, wie ein zweisprachiges Gehirn funktioniert!

 

1. Zweisprachigkeit: Intelligenter?

Jein. Obwohl die Intelligenz ein breit gefächertes Konzept ist und es sein kann, dass die Tatsache, zweisprachig zu sein, sich auf einige ihrer Aspekte positiv auswirkt, gibt es keine Studie, die vollständig beweist, dass die Tatsache, eine zweite Sprache zu sprechen, die Person, die sie spricht, intelligenter macht. Nichtdestotrotz beweisen die bisher durchgeführten Studien, dass, wenn uns auch das Sprechen von zwei Sprachen nicht intelligenter macht, es unser Gehirn jedoch dazu zwingt, gewisse Prozesse durchzuführen, die eine Extraübung darstellen und somit einen Vorteil bei jeder geistigen Anstrengung. 

2. Zweisprachigkeit: Effizienter denken durch neue kognitive Strategien

Man verbindet kognitive Strategien mit der Ausarbeitung von Plänen und Programmen zum Erreichen eines Ziels. Die Sprache ist ein weiteres Instrument zur Organisation in unserem Kopf, sie erlaubt uns, eine Reihe von Ideen über die Grammatik zu organisieren und Konzepte zu sortieren, um sie zu verstehen und sie über die Semantik und den Wortschatz miteinander zu verknüpfen. Wenn ein Mensch zwei Sprachen zur Verfügung hat, um sich zu organisieren, hat er einen doppelten Vorteil gegenüber Personen, die nur eine Sprache sprechen, da er so mit logischeren Gedankengängen und einem breit gefächerterem Klassifizierungssystem ausgestattet ist.

3. Zweisprachig zu sein verbessert dein Erinnerungsvermögen

Unter den zuvor erwähnten Vorteilen der Zweisprachigkeit befindet sich das Erinnerungsvermögen, die Aufmerksamkeit und das Lernen. Eine zweite Sprache zu sprechen zwingt das Gehirn nämlich dazu, andere Gehirzonen zu benutzen, die Einsprachige nicht benutzen. Dies führt zu einem flexibleren und effizienteren Denken. Zwei Sprachen zu sprechen begünstigt die Schaffung von neuen Wegen zur Verknüpfung der Information, was wiederum in neuen Wegen für eine Erinnerung zum Ausdruck kommt. Das bedeutet, dass Menschen, die eine Zweitsprache sprechen, besser dazu fähig sind sich zu erinnern und somit ein besseres Erinnerungsvermögen haben.

4. Zweisprachigkeit kommt deiner Aufmerksamkeit und Konzentration zugute

Ein weiterer der Faktoren, die sich daran bereichern, eine zweite Sprache zu lernen, ist unsere Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass zweisprachige Personen gegenüber einsprachigen Personen mehr Begabung dafür haben unwichtige Information zu filtern. Relevante Information aufnehmen zu können und irrelevante vermeiden zu können ist ein Faktor, der die Aufmerksamkeit und Konzentration auf ein bestimmtes Ziel sehr erleichtert.

5. Zweisprachigkeit sein hilft dir dabei, deine eigene Sprache besser zu kennen

Das Erlernen einer Zweitsprache wird dazu führen, dass wir merken, dass unsere Sprache nicht die einzige Art ist, die Welt zu konzeptualisieren, in der wir leben. Jedes Wort unserer Sprache ist mit einem Konzept verbunden, einem mentalen Begriff. Nichtsdetrotrotz kann das erwähnte Wort ein gleiches Konzept auf eine eigene Art und Weise einschliessen, oder es können Konzepte existieren, denen kein Wort zugeschrieben wurde. Zum Beispiel beschreibt der französische Ausdruck „l’esprit de l’escalier“ (der Geist der Treppe oder Treppengeist) den Akt des Denkens an eine geistreiche Antwort, wenn es schon zu spät ist, um sie zu geben, ein Konzept, dem beispielsweise in der spanischen und in der englischen Sprache kein Wort zugeschrieben ist.

6. Zweisprachigkeit: das Gehirn altert langsamer

Vorteile der Zweisprachigkeit? Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Sprechen von mehr als einer Sprache den Gehirnverschleiss verzögert, indem Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer verzögert oder vermieden werden.
Die in der Zeitschrift „Annals of Neurology“ veröffentlichte, an der Universität von Edinburgh von Thomas Bak durchgeführte Studie deckt einige Geheimnisse über die Vorzüge von Zweisprachigkeit auf. Zunächst einmal bestätigt sie, dass Menschen, die mehr als eine Sprache sprechen, einen geringeren Gehirnverschleiss im Laufe der Zeit aufweisen. Ausserdem beweist die Studie bessere kognitive Fähigkeiten bei zweisprachigen Testpersonen im Vergleich zu den einsprachigen, besonders hervorgehoben werden die Lesefähigkeit und die allgemeine Intelligenz. Zu guter Letzt offenbarte genannte Studie die Tatsache, dass das Sprechen von zwei Sprachen die Alterung des Gehirns verzögert, unabhängig vom Alter, in dem man die Zweitsprache erlernt hat. Daher ist es keine Ausrede nicht jetzt mit dem Sprachenlernen anzufangen, wenn man es als Kind verpasst hat.

7. Zweisprachigkeit eröffnet dir Arbeitsmöglichkeiten

Obwohl dies kein Geheimnis ist, ist es sicher, dass ein weiterer Vorteil vom Zweisprachigsein ist, dass Sprachen ein Schlüssel zum Türöffnen in der Arbeitswelt sind. Nicht nur weil sie bei fast allen Arbeitsplätzen sehr begehrt sind, sondern auch, weil sie dir die Türen zu einem umfangreicheren Arbeitsgebiet öffnen, indem sie dir die Gelegenheit dazu geben, im Ausland zu arbeiten.
Manchmal sind Sprachen das, was in einem Lebenslauf am meisten vermisst wird.

8. Zweisprachigkeit: Verbesserung der sozialen Beziehungen

Arbeitsbeziehungen sind nicht der einzige Bereich, in dem eine Sprache nützlich sein kann. Ein weiterer Vorteil der Zweisprachigkeit ist, dass sie die sozialen Bindungen in gleichem Masse erweitern. Es ist klar, dass eine Sprache Probleme wie Schüchternheit nicht lösen wird, aber sie wird dir die Möglichkeit geben, dein Sozialleben zu verbessern, aus zwei Gründen. Der erste ist ziemlich klar, bei mehr Sprachen gibt es auch mehr Leute, mit denen du Kontakt aufnehmen kannst. Aber der zweite wird vielleicht etwas nützlicher sein, denn eine zweite Sprache zu sprechen kann mehr Sicherheit und Selbstvertrauen mit sich bringen.

9. Zweisprachigkeit ermöglicht es dir neue Kulturen und neue Ideen kennenzulernen

Ein weiterer Vorzug davon, eine andere Sprache sprechen zu können, ist die Möglichkeit neue Kulturen kennenzulernen, was sich wiederum im Lernen ausdrückt. Obwohl wir es nicht wahrnehmen, sind die Kultur und Eigenheiten des eigenes Landes manchmal ein grosser Ballast für die Entwicklung. Wie wir vorhin über die Art des Konzeptualisierens der Welt, die unsere Sprache hat, gesprochen haben, so unterscheidet sich auch jede Kultur in ihrer Art die Welt zu sehen.
Eine neue Sichtweise kann der notwendige Brennstoff sein, um eine neue Idee fertig zu entwickeln.

10. Lässt deine Kreativität in die Höhe schießen

Wenn wir alle vorherigen Absätze miteinander verknüpfen, können wir verstehen, wie die Tatsache zweisprachig zu sein unserer Kreativität nützt. Durch den Besitz eines flexibleren, trainierteren Gehirns mit mehr Plastizität, mit mehr Zugriff auf Erinnerungen, das aufmerksamer ist und sich besser konzentriert, mit mehr Verbindungswegen und breit gefächerteren kognitiven Strategien, ist es nicht verwunderlich, dass die Kreativität sich besser in einem zweisprachigen Gehirn als in einem einsprachigen Gehirn entwickelt.
Zweisprachige Personen können flüssiger komplizierte Übungen durchführen, ausserdem sind sie kreativer bei der Problemlösung. Man kann sagen, dass das „Thinking out of the box“, oder in anderen Worten, das unkonventionellere Denken, häufiger bei polyglotten Personen vorkommt.

martes, 2 de julio de 2019

FEEDBACK IM LERNKONTEXT


Feedback wird definiert als “Information, die Lernenden ermöglicht, die Lücke zu verringern zwischen dem, was derzeit klar ist und dem, was der Fall sein sollte oder könnte.” Reale Lernsituationen im Unterricht sind laut Hattie und Yates von diesem Ideal jedoch weit entfernt.  Beide Autoren vermuten im Schulalltag eine “Empathie-Lücke (empathy gap)”:
·         Lehrer sind überzeugt, ihren Schülern regelmäßig viel hilfreiches Feedback zu geben.
·         Beobachter des Unterrichts  bescheinigen jedoch in der Regel ein sehr geringes Niveau von Lehrer-Schüler-Feedback.
·         Schüler berichten von wenig Feedback ihrer Lehrer, “nur wenige Sekunden täglich”.  Lernende erhalten mehr Feedback von ihren Mitschülern, das jedoch oft fehlerhaft ist.
Zentrale Feedback-Aspekte im Überblick
Um diese Situation im Unterricht zu verbessern, entwickeln Hattie und Yates eine leicht verständliche Herleitung davon, wie Feedback im Lernprozess tatsächlich wirkt. Hier finden Sie einige zentrale Aspekte aus dem Artikel. Den gesamten, englischsprachigen Beitrag können Sie kostenlos als PDF herunterladen.
·         Lob ist eine weit verbreitete Form der Rückmeldung, ist aber häufig nutzlos.
·         Wirksames Feedback ist der kleinste gemeinsame Nenner von verschiedenen Top Ten-Einflussfaktoren für den Lernerfolg.
·         Hattie und Yates beschreiben Feedback mit zwei Analogien:
·         “Computerspiel”: Das nächste Level ist weder zu schwierig noch zu einfach.
·         “GPS-Navigationsgerät”: Man kennt das Ziel, weiß aber nicht genau, wie man dorthin gelangt.
·         Drei Fragen sind im Zusammenhang mit Feedback wichtig:
·         Was ist das Ziel?
·         Welche Fortschritte wurden gemacht?
·         Was ist der nächste Schritt?
·         Fehler sollten willkommen sein und als Lerngelegenheit genutzt werden.
·         Wirksames Feedback wird dem Kenntnisstand angepasst:
·         Neuling: unmittelbare Rückmeldung zur Aufgabe,
·         Fortgeschrittene Anfänger: Rückmeldung zu alternativen Strategien,
·         Fortgeschritten: Rückmeldung zur Selbst-Steuerung des Lernens.






martes, 4 de junio de 2019

BILINGUAL SEIN – DAS SIND DIE ÜBERRASCHENDEN VORTEILE!


Egal, welche Sprache Sie (mit einer unserer Apps) momentan lernen – wahrscheinlich ist Ihr Ziel, diese Sprache irgendwann „perfekt“ zu sprechen, d.h. wie ein/e Muttersprachler/in. Sie möchten an einem bestimmten Punkt also bilingual sein, stimmt’s?
Wir haben uns in einigen Blogartikeln bereits mit dem Thema beschäftigt, was die Vorteile von Zweisprachigkeitsind. Natürlich gibt es aber auch in diesem Bereich immer neue und oft sehr überraschende Kenntnisse. Daher fasst Luca in einem neuen Video auf unserem YouTube-Kanal weitere erstaunliche Informationen zum Thema Bilingualität zusammen.

Neue Erkenntnisse zum Thema Bilingualität
Ganz bewusst klammert er dabei die eher „offensichtlichen“ Vorteile aus, wenn man bilingual ist – wie z.B. bessere Jobchancen oder unkompliziertere Reisen – und betrachtet neue und faszinierende Forschungsergebnisse aus den letzten Monaten bzw. Jahren.
Das Video mit weiteren Vorteilen, bilingual zu sein, können Sie hier sehen:
Wie in den meisten Videos auf unserem YouTube-Kanal mit Tipps und Tricks zum Sprachenlernen spricht Luca auch in diesem Video auf Englisch.
Aber keine Angst – natürlich können Sie die Untertitel auf Deutsch aktivieren, wenn Sie keinen der Vorteile, bilingual zu sein, verpassen möchten. Dafür genügt ein einfacher Klick auf das kleine Zahnradysmbol auf YouTube, wo Sie dann die Sprache Ihrer Wahl auswählen können.
Wenn Sie möchten, können Sie den Text des Videos im Folgenden auch ganz bequem nachlesen.

„Was sind die Vorteile zwei- oder mehrsprachig zu sein?“

Bleiben Sie bis zum Ende des Videos dran, denn wir werden sehen, dass es neben den offensichtlichen auch ein paar Vorteile gibt, die ziemlich unerwartet sind.
… Und jetzt, ohne weitere Worte, lassen Sie uns über die 5 Vorteile, zwei oder mehr Sprachen zu beherrschen, reden.

Vorteil Nummer 1:

– zweisprachig zu sein verlangsamt den Prozess des Alterns.
Das ist sehr wichtig. Wir haben alle Angst, dass unser Gehirn eines Tages vielleicht nicht mehr so gut funktionieren wird wie heute, und an die Möglichkeit, Alzheimer oder eine andere Hirnerkrankung zu bekommen, wollen wir gar nicht denken.
Eine Studie der Universität von Edinburgh hat herausgefunden, dass die Gehirne zweisprachiger Personen langsamer altern und dass sie deshalb länger und zufriedener leben.

Vorteil Nr. 2:

– zweisprachig zu sein macht uns klüger.
Sie haben richtig gehört, Sie müssen nicht bis 60 warten, bis Sie aus den Vorteilen schöpfen können, eine zweite Sprache gelernt zu haben, denn die gleiche Studie beweist, dass bilinguale Personen bessere Ergebnisse in Lese- und
Intelligenztests bekommen. Eine weitere Studie zeigt, dass Zweisprachigkeit einen Teil des Gehirns stärkt,
der eine wichtige Rolle in Prozessen wie der Problemlösung und dem Multi-Tasking spielt.

Vorteil Nr.3:

– zweisprachig zu sein hilft Ihnen, schneller zu lernen.
Natürlich hat es viele positive Auswirkungen klüger zu sein, besonders wenn es darum geht, sich neue Kenntnisse anzueignen, und ich spreche nicht mal über die offensichtlichsten Kenntnisse, wie neue Sprachen zu lernen. Eine Studie, die 2012 in einem Onlinemagazin zu Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass es uns ganz allgemein zu besseren Lernern macht, denn es hilft uns dabei, Informationen besser zu verarbeiten und hat auch einen positiven Einfluss auf unsere Aufmerksamkeitsspanne.
Eine weitere Studie hat bewiesen, dass zweisprachige Babies, sogar bevor sie selbst sprechen lernen, ja, Babies, in Sprach- und Sehtests besser abschneiden und eine stärkere kognitive Kontrolle haben als einsprachige Babies.

Vorteil Nr. 4:

– Zweisprachig zu sein hilft uns, Ablenkungen zu vermeiden.
Einer der wichtigsten Punkte, ein besserer Lerner zu sein, ist es, sich nicht ablenken zu lassen. Heutzutage müssen wir bestimmte Kenntnisse entwickeln, um mit Aufmerksamkeitskonflikten klar zu kommen. Es wird immer schwieriger, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, wenn alle Arten von Ablenkungen, wie Handys, Musik, und Werbung um unsere Aufmerksamkeit buhlen.
Tja, laut einer anderen Studie, veröffentlicht im Jahr 2011, entwickeln zweisprachige Kinder sehr früh die Fähigkeit,
gleichzeitig stattfindende Informationen gut zu verarbeiten. Warum? Einfach, weil sie sehr schnell die relevante Sprache auswählen müssen, wenn sie Wörter oder Sätze hören. Diese Fähigkeit hat sogar positive Auswirkungen auf die Plastizität ihres Gehirns und hilft ihnen dabei, mit Konfliktsituationen umzugehen und Ablenkungen
zu vermeiden, wenn mehrere Stimulanten ihre Aufmerksamkeit einfordern.

Vorteil Nr. 5:

– zweisprachig zu sein hilft Ihnen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen.
Es scheint, dass wir Informationen anders verarbeiten, wenn wir in unserer Muttersprache oder in unserer zweiten oder dritten Sprache lesen. Insbesondere sind wir weniger von etwas betroffen, was man die kognitive Verzerrung nennt. Das ist eines der Themen in „Thinking Fast and Slow“, einem tollen Buch, das ich gelesen habe und das der Nobelpreisträger Daniel Kahneman geschrieben hat: die kognitive Verzerrung kann zu Fehlern im logischen Denken führen, wenn wir z.B. glauben, dass Fliegen gefährlicher ist, nachdem wir im Fernsehen von einem Flugzeugabsturz gehört haben. Die Wahrscheinlichkeit und die Unfallstatistiken haben sich nicht geändert, aber unsere Wahrnehmung schon.
Ein Test, der mit 121 amerikanischen Studenten durchgeführt wurde, zeigt, dass sie von dieser kognitiven Verzerrung weniger beeinflusst wurden, wenn sie die Daten in einer Fremdsprache verarbeitet haben (in ihrem Fall, Japanisch). In der Tat denken Wissenschaftler, dass das Denken in einer Zweitsprache die Entscheidungsfindung systematisch verbessern kann, weil wir weniger von Emotionen beeinflusst werden, die zu kognitiver Verzerrung führen können.
Kurz gesagt,
eine zweite Sprache zu lernen wird nicht nur Ihre kognitiven Fähigkeiten im Alter verbessern, sondern Sie werden auch Ihr jetziges Leben verbessern. Sie werden schneller lernen, sich besser auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren und bessere Entscheidungen treffen. In anderen Worten: es wird Sie zu einem besseren Menschen machen!
In diesem Video habe ich bewusst nicht die offensichtlichsten Vorteile, wie bessere Jobmöglichkeiten oder zufriedenstellendere Reisen angesprochen, weil ich das schon in einem anderen Video getan habe.
Wenn Sie in diesem Video etwas gelernt haben, geben Sie ihm bitte ein Like, und gehen Sie sicher, dass Sie unseren Kanal abonnieren, wenn Sie mehr Tipps und Tricks haben möchten. Ich empfehle Ihnen außerdem, die Benachrichtigungen zu aktivieren, damit Sie ganz sicher keines unserer Videos verpassen.
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jueves, 2 de mayo de 2019

6 GRÜNDE, WARUM ES NIE ZU SPÄT IST EINE SPRACHE ZU LERNEN


Es ist allgemein bekannt, dass Kinder uns Erwachsenen dank ihrer spezifischen Lernkapazitäten eine ganze Menge voraus haben, und daher ist es auch ganz natürlich, die Tatsache zu beklagen, dass du eben nicht mit einem italienischen Vater und einer chinesischen Mutter in Deutschland aufgewachsen bist (gleich dreisprachig ins Leben zu starten wäre ziemlich toll gewesen, oder nicht?)
Aber das muss noch lange nicht heißen, dass wir deswegen als Erwachsene das Ziel, eine neue Sprache zu lernen , zu den Akten legen sollten. Gut, dann wachst du eben nicht morgen früh auf und sprichst plötzlich fließend Italienisch, Chinesisch oder Deutsch. Aber mit der richtigen Herangehensweise und ganz viel Engagement gibt es keinen Grund, wieso du als Erwachsener nicht ebenso gut eine ganz neue Sprache lernen können solltest. Du musst lediglich deine Einstellung gegenüber dem Sprachen Lernen im Alter ändern. Dafür gibt es spezielle Sprachkurse für Erwachsene zB nach Italien , oder Sprachurlaub für Erwachsene in Spanienoder Frankreich .

1. Du kannst deine Erwartungen anpassen

Wenn du eine Sprache erst nach der Kindheit zu lernen anfängst, ist es unwahrscheinlich, dass deine Aussprache je wie die eines Muttersprachlers klingt. Aber wen interessiert das schon? Eine Sprache zu beherrschen kann ganz verschiedene Dinge bedeuten , und überhaupt, wer sagt denn, dass es beim Sprachenlernen immer darum gehen muss, als Muttersprachler durchzugehen? Das Wesentliche, was du erreichen möchtest, ist doch die Kommunikation mit anderen Menschen, also kannst du einfach mal den Perfektionsdruck herausnehmen.
Anstatt zu sagen: “Ich will mich wie ein Einheimischer unter Italienern bewegen und niemand soll den Ausländer heraushören”, wie wäre es mit: “Ich würde gern wieder so gut sprechen können wie zu Schulzeiten”, “Ich möchte einfache Bücher auf Italienisch lesen und verstehen können”, oder “Ich möchte mich im Urlaub mit den Einheimischen auf der Straße unterhalten können.” All das sind durchaus machbare Ziele auch für erwachsene Neulinge in einer Fremdsprache.

2. Du kannst machen, was du willst

Jetzt, da wir unsere Vorstellung davon, was Erfolg für dich bedeutet, an die Realität angepasst haben, vergleichen wir doch einmal zwei Sprachenlerner: einen Sechsjährigen, dessen Eltern ihn zu einem Wochenendsprachkurs Englisch angemeldet haben, und eine erwachsene Frau, die nach Feierabend lernt. Was glaubst du, wer nach einem Jahr mehr erreicht hat? Die meisten Menschen glauben, dass es der Sechsjährige ist, denn wir wissen ja alle, dass die Hirne von Kindern wie Schwämme sind und alles Neue einfach so aufsaugen. Der Junge lernt die Zweitsprache einfach so nebenbei, ohne sich anzustrengen, nicht wahr?
Aber diejenigen unter uns, die aus eigener Erfahrung wissen, dass Motivation und Durchhaltevermögen wesentliche Erfolgsfaktoren sind, würden eher auf die erwachsene Frau wetten. Und damit lägen sie wahrscheinlich gar nicht so falsch. Schließlich ist sie in diesem Kurs, weil sie die Sprache lernen will. Sie hat Geld dafür bezahlt und sich in ihrem Alltag oder im Urlaub Zeit zum Lernen genommen. Sie hat ein klares Ziel vor Augen (siehe Punkt 1) und weiß bereits, welche Schritte notwendig sind, um es zu erreichn. Und weil sie ein Ziel hat, legt sie sich sowohl im Kurs als auch in ihrer Freizeit beim Üben so richtig ins Zeug. Wenn ein Jahr vorbei ist, wird sie wahrscheinlich selbst überrascht sein, wieviel sie geschafft hat und sehen dass es möglich ist, auch im Alter noch eine neue Sprache zu lernen.
Es gibt natürlich keine Garantie, dass eine Erwachsene sich schneller verbessert als ein Kind, aber die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch. Auch wenn die Gehirne der Kinder noch so jung, lernfähig und flexibel sein mögen, die Kleinen lassen sich auch leicht ablenken, brauchen regelmäßige Vesperpausen und stehen nicht in dem Ruf, sich im Unterricht aktiv anzustrengen. Motivierte Erwachsene dagegen? Auf jeden Fall.

3. Du stehst finanziell besser da

Reifere Sprachenlerner haben oft eine weit größere Wahlfreiheit, weil sie schlicht finanziell abgesichert sind und gut dastehen. Es ist kein Geheimnis, dass ein Auslandsaufenthalt , bei dem man in eine neue Sprache und Kultur eintaucht, das Sprachenlernen viel rascher und einfacher voranbringt, und erwachsene Lerner sind häufiger in der Lage, sich selbst das Geschenk dieser Erfahrung zu machen.
Ob als Rentner, im Urlaub oder mit einem Sabbatical, erwachsene Sprachenlerner profitieren ungemein von einem Studienaufenthalt, eine Reise ins Land der gewählten Fremdsprache, oder dem Auswandern. Und auch hier gilt wie beim Kursbeispiel zuvor, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit viel höher liegt, wenn man eine Erfahrung selbst gewählt hat, als wenn es nur die Erfüllung eines Wunsches der Eltern war.

4. Du hast den Vorteil deiner Lebenserfahrung

Erwachsene Sprachenlerner haben bereits gelernt, mindestens eine Sprache fließend zu beherrschen: ihre eigene. All die Jahre des Sprechens, Schreibens und Zuhörens in der Muttersprache bedeuten, dass man eine große Menge an (oft unbewusstem) Wissen darüber angesammelt hat, wie die Sprache funktinoniert und aufgebaut ist. Dieses Grundlagenwissen ist extrem wertvoll, wenn man sich mit einer neuen Sprache beschäftigt, insbesondere wenn diese mit der Muttersprache verwandt ist (wie das Spanische mit dem Italienischen oder das Englische mit dem Deutschen).
Erwachsene Lerner sind in der Lage, ihre Ausgangssprache als Sprungbrett zu nutzen, denn sie sehen die Ähnlichkeiten zwischen grammatischen Mustern oder bestimmten Wörtern der beiden Sprachen. Auf der anderen Seite kann das Gehirn eines Erwachsenen aber auch die Unterschiede zwischen zwei Sprachen leichter analysieren. Allein diese Fähigkeit erlaubt es ihnen, sich aktiv mit dem Spracherwerb auseinanderzusetzen.

5. Du hast ganz generell Erfahrung darin, zu lernen und zu üben

Deine bisherige Erfahrung besteht aber nicht nur darin, dass du gelernt hast, deine eigene Muttersprache zu beherrschen – als Erwachsener verfügst du über eimerweise generelle Lernerfahrung. Überleg' doch mal: Während der Schulzeit oder an der Uni hast du doch sicher das Lernen an sich immer wieder geübt und praktiziert, und auch außerhalb dieser Lernanstalten hast du immer wieder neue Fähigkeiten dazugelernt, vom Wechseln eines Reifens über das Gärtnern bis hin zum Führen eines kleinen Geschäfts, dem Verhandeln mit Vorgesetzten und der Kindererziehung. Du könntest ganz sicher einen Aufsatz darüber schreiben, unter welchen Bedingungen du am besten etwas Neues lernst, denn du hast so viele Methoden ausprobiert. Das macht das Sprachen Lernen im Alter viel einfacher.
Dieses Bewusstsein deiner eigenen Lern- und Denkstrategien nennt man auch Metakognition. Es ist ein tolles Instrument, das du nutzen kannst, wenn du dich einer neuen Sprache annähern möchtest. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe bewährter Herangehensweisen ans Sprachenlernen.Diese reichen von Kursen mit wöchentlichem Unterricht bis hin zu Sprachkursen im Ausland (und ja, es ist durchaus möglich, eine neue Sprache in einem Jahr zu lernen ). Während ein Kind erst noch herausfinden muss, wie es ein neues Thema am besten oder liebsten angeht, hast du den Vorteil deiner langjährigen Erfahrung und kannst dir gleich die für dich passende Methode heraussuchen.

6. Du weißt, worauf du dich einlässt

Nicht nur bist du in der Lage, die notwendige Motivation und die passenden Lernmethoden abzurufen, wie ein Kind es nie könnte, du besitzt außerdem eine ganz anderen Blick auf die Dinge. Du weißt bereits, dass das Leben eine lange Reise ist, und dass das Erlernen einer neuen Sprache nur eine von vielen Möglichkeiten – vielleicht allerdings eine der besten – ist, die Welt kennenzulernen und die Reise dadurch ein bisschen interessanter zu machen. Eine Sprache ist ein Fenster zu einer anderen Kultur, ein neuer Blickwinkel auf das Leben, der dir die Gelegenheit bietet, eine Verbindung zu völlig anderen Menschen herzustellen, aus allerlei faszinierenden Ecken unserer Welt. Wenn du eine Fremdsprache lernst, öffnet dir das solche Türen, und deine Sprachkenntnisse müssen gar nicht perfekt sein, bevor du anfangen kannst, diese Vorteile zu erleben.




lunes, 1 de abril de 2019

FREMDSPRACHENDIDAKTIK & SPRACHERWERB


Tipps zum Selberlernen
Vorweg: Es gibt keine Wundermethode, aber viele leere Versprechungen, mit denen man den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Sprachenlernen ist allemal Gedächtnisarbeit, (d.h. Wiederholungsarbeit!), die einem keiner abnehmen kann. Es gibt allerdings hochbegabte Sprachtalente mit einem Supergedächtnis, aber bis heute weiß die Wissenschaft nicht so recht, wie sie es schaffen, so viele Sprachen zu behalten, ohne sie auch oft zu gebrauchen. Ich selbst habe mich z.B. sprachlich auf Auslandsaufenthalte in Finnland und dem damaligen Jugoslawien gründlich vorbereitet und mich alltagsprachlich ein wenig durchgekämpft, habe aber danach alles wieder sehr schnell vergessen, ja: komplett vergessen. Selbst mein Englisch (schließlich habe ich je ein Jahr zuerst in den USA, dann in England verbracht) bröckelt allmählich ab, durch Nichtgebrauch.
Shadowing.
Ich empfehle das Shadowing, wie es der polyglotte Alexander Arguelles propagiert, ausgefeilt und über seine eigene Website (http://foreignlangua­geexpertise.com/) und Youtube vor­bildlich demonstriert hat. Es ist eine Art Echosprechen. Hauptsächlich (nicht ausschließlich) mit dieser Selbst­lerntechnik hat sich Arguelles über 20 Sprachen erarbeitet. Benötigt werden ein fremdsprachliches, gedrucktes Original nebst Übersetzung, dazu eine Audioversion. Damit wird ein wenig an den Trojaentdecker Heinrich Schliemann erinnert, der ebenfalls mit Ganzschriften und Übersetzungen arbeitete, allerdings gab es noch keine Audioversionen.
Das konzentrierte, laute Nachsprechen erfolgt am besten im Gehen (Alexander Arguelles empfiehlt strammes Gehen), draußen, mit Kopfhörer und dem Buch in der Hand. Man kann sich dieses Multitasking schrittweise erarbei­ten, indem man z.B. zunächst die Übersetzung liest und neben das Original hält. So hat es auch Schliemann gehalten: Um eine neue Sprache zu lernen, nahm er vorzugsweise einen alten, ihm schon gut bekannten Text, der ihm übersetzt in der zu lernenden Sprache vorlag. Man lernt etwa in der Art, wie auch Simultandolmet­scher zugleich beides können, abhören und sprechen/übersetzen.  Um Mut zu fassen, versuche man das gleichzeitige Hören und Echosprechen mit mutter­sprachlichen Texten: Es geht! Dabei merkt man auch, dass es nicht mit jedem Text gleich gut geht, da manche Texte zu schnell gesprochen werden. Statt mit Kopfhörer und Buch in der Hand zu marschieren, kann man  auch mal probieren, bei leichten Küchenarbeiten, die kaum Auf­merksamkeit abziehen, einen bekannten, wohl verstandenen Text abzuhö­ren und laut mitzusprechen. Regelmäßiges Üben mit vielen Wiederholungen ist nötig. Wir sind ja statistical learners, unser Gehirn verrechnet Schrift-Laut-Korrespondenzen und andere Regelmäßigkeiten, etwa Endungen, die immer kombiniert mit anderen Elementen auftauchen. Dazu braucht man aber Stehvermögen. – Arguelles ist keiner, der eine Wundermethode fanatisch vertritt, sondern empfiehlt, selbst zu experimentieren. Er ist ein Sprachenliebhaber, der sich auch entsprechend Zeit zum Lernen nimmt.
Ich hab es selbst noch nicht ausprobiert, aber es gibt einen freeware sound editor „Audacity“, mit dem man Hörtexte ohne Verzerrungen verlangsamen kann. Alexander Arguelles schrieb mir  dazu Folgendes: „On MP3 players that have been designed for audiobook listeners in  mind (such as my Sansa Clip + from SanDisk), there is a built-in speed control  that allows you to listen at slow, normal, or even high speed if you should  wish.“
Beim shadowing sollten Sie auch experimentieren. Einige empfehlen z.B., nur mit der Audioversion zu beginnen, d.h. diese ohne Text und ohne Übersetzung halb mitzusprechen, halb nachzusprechen (blind shadowing). Dann den Text mitsprechen und zugleich die Übersetzung mitverfolgen.  Danach erst den gedruckten Text mitzunehmen usw. Den muss man sowieso außen vor lassen bei anderen Schriftsystemen, es sei denn, es ist Mandarin-Chinesisch, da sollte man die Pinyin-Version benutzen (also die Umschrift der chinesischen Schrift auf der Basis des lateinischen Alphabets).
Beim shadowing ist das Gehirn damit beschäftigt, ständig die zwei Informationskanäle miteinander  zu verbinden, d.h. Gesehenes und Gehörtes miteinander abzugleichen. Wir müssen uns bemühen, dabei primär dem Gehörten den Vorrang zu lassen und den gedruckten Text nur nebenher wahrzunehmen, gewissermaßen peripher (um nicht nach der Schrift auszusprechen, z.B. Englisch post wie deutsch Post).
Eine zweisprachige Textausgabe, d.h. eine gute Übersetzung genügt nicht bei Sprachen, die ziemlich anders gebaut sind als das Deutsche.  Hier empfehle ich die schon seit langem auf dem Markt befindlichen Assimil-Kurse, weil sie mit der guten Übersetzung auch eine wörtliche Übersetzung bieten. Man benutze auch die Kauderwelsch-Reihe, die Zweifach-Übersetzungen liefern, aber nur Einzelsätze, keine Texte. Beim Sprachenlernen müssen wir nämlich nicht nur verstehen, was gemeint ist, also französisch „huit heures moins cinq“ heißt „fünf vor acht“, wir müssen auch verstehen, wie’s gesagt ist, Wort für Wort: „acht Stunden weniger fünf“: Das ist das berühmte Doppelverstehen, die Grundbedingung allen Spracherwerbs. Die fremde Sprache wird durchschaubar, sie wird in der Muttersprache gespiegelt, und wir können eigene Sätze riskieren. Noch ein Beispiel: Wir sagen: „Guten Appetit“, wie die Franzosen „Bon appétit“ sagen, doch im Englischen heißt es  „Enjoy your meal.“ Aber nur wenn wir auch wissen, dass es wörtlich „genieße dein Essen“ heißt, können wir uns an eigene Sätze nach gleichem Muster heranwagen, etwa „enjoy the game“ , enjoy the dance“, enjoy your icecream“ usw.
Sehr gute Tipps hat Robert Kleinschroth, Sprachen lernen. Der Schlüssel zur richtigen Technik. Rororo
Die Sprache wollen.
Wer sich Zeit für eine Sprache nimmt, hat diese Sprache schon angenommen. Denn zum fruchtbaren Lernen gehört eine gefühlsmäßige Bereitschaft. Manchmal ist es schlicht die Einsicht in die Notwendigkeit. Not lehrt beten und Not lehrt lernen, auch Sprachen lernen. Als Grillparzers Abreise nach London heranrückt, versucht er es zunächst mit Privatlehrern, gibt dann auf und beschließt, “erst im Strome selbst das Schwimmen zu versuchen.” (Selbstbiographie). Viele Emigranten, die ihr Land Hals über Kopf verlassen mußten, um ihre nackte Haut zu retten, hatten da gar keine Wahl. „Sprache stellt sich ein durch Notwendigkeit…oder sie stellt sich ein, weil ich das will, dringend will, und weil ich mich dringend darum bemühe. Sprache kann nicht gemacht und sie kann nicht verordnet werden, sie muß sich einstellen.” (Peter Bichsel, Praxis Deutsch 1997, 7)